Stört Sie Neid?
Freitag 11. Juni 2010 von Jürgen Gräbel
Sicherlich kennen Sie auch den Ausspruch, der von dem Fernsehjournalisten Robert Lembke stammen soll: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid hat man sich redlich verdient.“
Wann immer Sie einen Erfolg erzielen, begeben Sie sich aus der Masse Ihrer Mitmenschen heraus. Das bedeutet, dass Sie selbst nicht nur auf Ihrer Erfolgsleiter eine Sprosse höher steigen, sondern auch, dass die anderen auf einer niedrigeren Stufe verbleiben.
Das zieht sehr häufig die sonderbare Erscheinung nach sich, dass Ihre Mitmenschen ein Haar in der Suppe suchen, um den Erfolg madig zu machen. Sie reagieren neidisch.
Sie suchen nach Argumenten, wo irgendetwas nicht stimmen könnte, was nicht passt, weil es ihnen nicht in den Kram passt. Nur auf die Idee, für sich selbst zu überlegen, durch welche Mittel und Maßnahmen derjenige seinen Erfolg erzielt hat, kommen sie nicht.
Das ist auch das Fatale an diesem Verhalten. Für denjenigen, der neidisch ist, passiert nämlich folgendes: Sie oder er nimmt sich selbst die Möglichkeit, sich zu verbessern.
Statt selbst nach Chancen zur eigenen Verbesserung zu suchen, setzten sie oder er ihre Energien ein, um andere herabzusetzen. Sie oder er konzentrieren sich auf das, was  n i c h t sein soll. Dabei wäre es doch viel besser, nach einer Lösung zu suchen, wie der mit Neid bedachte, als Vorbild  genutzt werden kann, um selbst ähnliche Erfolge zu erzielen.
Wenn Sie der Neid Ihrer Mitmenschen stört, dann reagieren Sie allerdings, meines Erachtens, auch nicht optimal. Was passiert denn, wenn Ihnen jemand etwas schenken möchte, und Sie nehmen es einfach nicht an?
Richtig, es verbleibt beim Schenkenden. Â Die Energie verpufft.
Ebenso ist es mit dem Neid oder auch mit anderen Gefühlen oder Gegenständen.
Neid ist auch Lob
Man kann den Neid nämlich auch als positive Bestätigung, ja sogar als ehrliches Lob ansehen.
„Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.“ Das wusste schon Wilhelm Busch, und Arthur Schopenhauer formulierte es so: „In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung, der Neid.“
(Nach meinen Beobachtungen, ist das allerdings keine typisch deutsche Eigenart.)
Der Erfolgreiche hat nämlich bewiesen, dass er Mut und Ausdauer bewiesen hat, eine neue Herausforderung  an zu gehen und bis zum erfolgreichen Abschluss zu verfolgen.
Dass man dabei immer auf Bedenkenträger trifft, die für ihren Neid Verbündete suchen, ist leider eine nicht zu vermeidende Nebenerscheinung. Allerdings auch nicht mehr.
Deshalb ist es oftmals auch sehr zu empfehlen, über seine Vorhaben immer zunächst nur mit Freunden oder Kollegen zu reden, die Ihnen positiv gesonnen sind. Nur von dieser Seite ist dann auch Unterstützung zu erwarten. Versuchen Sie Ihr Umfeld „sauber“ zu halten. Für Neider und Bremser sollte da kein Platz sein. Es ist von großer Wichtigkeit, dass Sie sich von Menschen distanzieren, die Sie mit ihrer negativen Energie entmutigen könnten.
Es reicht völlig aus, dass die Personen, die neidisch sind, von Ihrem Erfolg erst dann erfahren, wenn er sich eingestellt hat.
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