Überprüfen Sie regelmäßig Ihren weiteren Lebensweg
Montag 19. Juli 2010 von Jürgen Gräbel
Lassen Sie mich zunächst einen Vergleich bringen, der sich auf die ganzheitliche Lebensgestaltung sehr gut übertragen lässt:
Viele Menschen, die sich gesund fühlen, lassen nur sehr selten einen gesundheitlichen Checkup machen. Wenn sich das allerdings ändert, verhalten sich diese Menschen oftmals irrational. Sie warten ab, hoffen, dass sich der Zustand von selbst wieder verbessert und lassen eine Menge Zeit, oft zu viel Zeit, verstreichen, bis sie schlussendlich einen Mediziner konsultieren.
Diese Laissez-faire-Haltung betrifft allerdings häufig nicht nur den gesundheitlichen Bereich, sondern, wird auch in allen anderen, sechs wichtigen, Lebensbereichen praktiziert.
Was solche Menschen glauben ist, dass, wenn es, in welchem Bereich auch immer, einmal gut läuft, dann müsste das immer so bleiben.
Allerdings ist nichts so beständig, wie der Wandel.
Wenn es einmal im Beruf, in der Partnerschaft, der Gesundheit, den Finanzen oder bei den Kontakten gut läuft, dann gibt es keinerlei Garantie dafür, dass das immer so bleibt.
Denken Sie nur einmal
- An die Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise 2009, in der Milliardenwerte, an sicher geglaubten Spareinlagen, für die Altersvorsorge vernichtet wurden.
- an Firmenzusammenbrüche, die durch überholte Geschäftsmodelle oder Managementfehler zustande kamen und Arbeitslose „produzierten“.
- an den Wegfall von Arbeitsplätzen, weil die Produktion ins Ausland verlagert wurde.
- an gescheiterte Partnerschaften, weil die Probleme des Alltags nicht bewältigt wurden.
Nach Auskunft des aktuellen Familienreports des Bundesfamilienministeriums, klagen nahezu 30 Prozent der Mütter und sogar 40 Prozent der Väter, dass sie zu wenig Zeit für ihre Lieben haben.
Die schweizerisch-US-amerikanische Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross schrieb in einem ihrer Bücher, dass viele Menschen, die sie in den letzten Stunden ihres Lebens begleitet hatte, sagten, dass sie in ihrem Leben zu viel gearbeitet und zu wenig Zeit in ihrer Familie verbracht haben.
Wenn einem so etwas erst auf dem Sterbebett einfällt, ist das doch wohl zu spät.
Ein großes deutsches Wochenmagazin beschrieb den deutschen „Mittelschichtsalptraum“, das Wort hatte ich vorher noch nie gehört, folgendermaßen:
Die Biografie vieler junger Familien zwischen 25 und 45 Jahre, verläuft ungefähr folgendermaßen:
Zunächst findet man die erste große Liebe, feiert ausgiebig Partys und beide haben Jobs, die sie voll und ganz ausfüllen.
Dann kommt das erste Kind und man schaut sich nach einem Haus, am Rande der Stadt, um.
Jetzt ist tägliches Pendeln angesagt und irgendwann kommt das zweite Kind.
Die Frau macht jetzt Teilzeit und finanziell wird es langsam eng.
Es fehlt das Geld für den gewohnten Lebensstil und die liebgewonnenen Hobbys. Beim Freizeitverhalten der alten Freunde, kann man aus Zeit- oder Geldgründen nicht mehr mithalten.
Die Mutter mutiert zur Berufskraftfahrerin, weil sie die Kinder zu allen möglichen Einrichtungen chauffiert. Man will ja alles für die optimale Entwicklung der Kinder leisten.
Schließlich erlischt die Liebe und es folgt nach der Scheidung auch noch das finanzielle Fiasko.
Diejenigen, die, bei diesem ausgeklügelten Werdegang, nicht schon vor der Trennung, durch den erzeugten Zeit-, Finanz- oder Beziehungsstress, einen psychischen Schaden davontragen, müssen schon verdammt robust gebaut sein.
Leider ist eine solche Entwicklungen, auch wenn sie m. E. überspitzt dargestellt ist, heute keine Seltenheit mehr, wie die Scheidungsraten belegen.
Das muss allerdings nicht so verlaufen. Wenn man zwischendurch immer wieder einmal innehält und sich gemeinsam darüber unterhält, ob das Leben in den – von beiden Seiten – gewünschten Bahnen verläuft. So können aufkommende Probleme schon im Anfangsstadium gelöst werden, ohne dass sich erst unlösbare Spannungen aufbauen.
Durch regelmäßige Zwischenchecks, wie sie in den „Erfolg-reiches-Leben Coachingbriefen“ vermittelt werden, können Sie diesem, scheinbar schon zur Normalität gewordenen, Irrsinn wirksam entgegenwirken. Natürlich werden auch die übrigen Lebensbereiche betrachtet, um die Balance untereinander zu wahren.
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Kategorie: ganzheitliche Lebensplanung | Keine Kommentare »



