Ist die Welt wirklich voller Probleme?
Montag 4. Januar 2010 von Jürgen Gräbel
In den vergangenen Tagen habe ich von einem Internetmarketer, den ich wegen seiner Sach- und Fachinformationen sehr schätze, eine Mail erhalten, in der er eine sehr düstere Zukunft, voller Probleme, voraussagte.
Dabei hatte ich mich zum Ende des Jahres gerade gefreut, dass die veröffentlichen Umfragen, die auf die Zukunftserwartungen der Bevölkerung abzielten, in diesem Jahr, zum ersten Mal seit Jahren, positiv ausfielen.
Ich habe mich deshalb gefreut, weil ich der Überzeugung bin, dass nach dem Gesetz der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“, die Zukunft negativ ausfallen muss, wenn man sie düster erwartet. Umgekehrt verhält es sich allerdings ebenso.
Je nach eigenem „Geschmack“ kann man sich natürlich in seine Sorgen und Probleme vertiefen, so dass man gar nichts anderes mehr wahrnimmt. Das ist jedoch nicht meine Art.
Jemand, der sich den Kopf zerbricht, ob seiner Sorgen und Probleme, denkt auch nur in solchen Kategorien.
Beachtung bringt Verstärkung
Meine Art ist es vielmehr, über Lösungen nachzudenken. Für mich sind Probleme Aufgaben, deren Lösung noch nicht feststeht. Für mich sind Probleme = Chancen.
Wenn mögliche Probleme genau untersucht, und vor allen Dingen, frühzeitig auf ihre Ursachen hin durchdacht werden, kommt meistens auch eine Lösung dabei heraus.
Wenn sie einem nicht sofort einfällt, können durchaus auch Freunde und Bekannte als Ratgeber fungieren.
Meist sieht ein Außenstehender mögliche Schwierigkeiten viel entspannter, da er ja emotional nicht so sehr gefangen ist.
Wenn die nötigen Aufgaben in möglichst kleine Teilschritte unterteilt werden, wird die Lösung oftmals überschaubar und sicher erreichbar.
Meist geht es dann viel leichter, als man sich zunächst den „unüberwindbaren Berg“ vorgestellt hat.
Natürlich ist mir bewusst, dass es Probleme gibt, die so unüberwindlich erscheinen.
Wenn ich zum Beispiel an Arbeitsplatzverlust oder schwerwiegende Erkrankungen denke, liegt die Lösung sicherlich nicht sofort auf der Hand.
Jedoch aufgeben, wäre der allerschlechteste Weg.
Was den gesundheitlichen Bereich angeht, so hört man immer wieder von „unheilbar“ Erkrankten, die durch neue medizinische oder alternative Heilmethoden gesundeten. Da hilft nur intensives Suchen und aktives Umhören.
Am Arbeitsmarkt gibt es sicherlich ebenso Chancen, wenn Betroffene auf ihre Stärken besinnen und ebenfalls nach alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. Insbesondere im und um das Gebiet des Internets herum oder auch in div. Dienstleistungsbereichen, bieten sich quasi von Tag zu Tag neue Chancen.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 4. Januar 2010 um 15:17 und abgelegt unter Probleme und Schwierigkeiten. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.



Montag 5. September 2011 um 10:26
Hallo Herr Gräbel,
Ihr Artikel bringt es genau auf dem Punkt und ich kann es nur zu 100 Prozent bestätigen. Wer Chancen- und Lösungsorientiert denkt, sich seinen Mitmenschen gegenüber öffnet und konsequent am Ball bleibt, wird letzten Endes mit Erfolg belohnt. Ich denke, was dabei besonders hilfreich ist, ist die Gewissheit, dass nach jedem Tiefpunkt auch über kurz, oder lang ein Höhepunkt folgt.
Herzliche Grüße
Stephan Zeeh