Eine Pause machen und einfach einmal abschalten
Montag 2. August 2010 von Jürgen Gräbel
Wenn jemand während der Arbeitszeit regelmäßig eine Pause machen möchte, dann klingt das, in manchen Ohren, schnell nach Schlendrian und Faulenzerei. Wer jedoch Pausen macht, seine Arbeit unterbricht, um für weitere Aufgaben Kraft zu tanken, hat alles andere im Sinn. In regelmäßigen Abständen seine Arbeit zu unterbrechen, macht Sinn, denn niemand kann, über Stunden, ununterbrochen voll konzentriert arbeiten.
In regelmäßigen Abständen Pausen zu machen, ist durchaus ein Erfolgsrezept im Beruf. Egal wie die übereifrigen Kolleginnen oder Kollegen darüber denken. Wenn sich jemand mit voller Energie in seinem Beruf einbringen will, dann zeugt das eher von vorausschauendem Verantwortungsbewusstsein für die eigene Leistungsfähigkeit, wenn zwischendurch Kraft aufgetankt wird.
Viele Führungskräfte haben dabei schon eine sehr eigenartige Wahrnehmung. Bei ihnen macht es oft mehr Eindruck, wenn jemand sich geschäftig gibt und unter Umständen sogar die Mittagspause durcharbeitet, ganz nebenbei seine mitgebrachten Brote verspeist und lauthals tönt, dass er keine Auszeiten braucht. Wenn dann auch noch Überstunden ohne Murren angehängt werden, dann wird das als herausragendes Engagement für die Firma gewertet.
Gerne werden auch Besprechungen bei einem gemeinsamen Mittagessen abgehalten, was ebenfalls ununterbrochene Anspannung bedeutet.
Wer so handelt, bereitet weder sich noch seinem Unternehmen einen Gefallen. Der Erholungseffekt, Â der kleinen Pausen zwischendurch, kommt nämlich nicht nur der eigenen Leistungsfähigkeit zugute, sondern hat noch weiterreichende Folgen:
- Sie dienen der Erhaltung der eigenen Gesundheit, was die Krankheitsausfälle reduziert.
- Sie reduzieren den Stresspegel messbar, was die Fehlerquote reduziert.
- Sie beflügeln die Mitarbeiter und steigern die Leistungsfähigkeit.
- Sie reduzieren das Risiko für Arbeitsunfälle.
Arbeitnehmer wie Selbständige sollten regelmäßig Pausen machen und diese aktiv zur Erholung nutzen. Mittagessen am Schreibtisch und nebenbei noch Routineaufgaben, wie E-Mails lesen, Ablage sortieren, Post bearbeiten etc. ist deshalb eine denkbar falsche Vorgehensweise.
Sie sollten stattdessen versuchen, zwischendurch regelmäßige Unterbrechungen einzuplanen, die dazu dienen, den Kopf frei zu bekommen, und abzuschalten.
Raucher haben es da oft einfacher, da inzwischen, in den meisten Firmen, das Rauchen am Arbeitsplatz untersagt ist. Wenn sie ihrem Laster frönen und eine smoken wollen, müssen sie aufstehen und sich zwangsläufig in einen Raucherraum oder an die frische Luft begeben.
Organisationspsychologen empfehlen, alle eineinhalb Stunden, fünf bis 10 Minuten die Arbeit zu unterbrechen, und etwas anderes zu machen, was der Entspannung dient. Um den Körper etwas Abwechslung zu verschaffen, könnte man beispielsweise in die Cafeteria gehen, und sich ein Getränk zubereiten. Â Wenn Gänge in eine andere Abteilung anstehen, so sind diese auch eine willkommene Abwechslung. Wenn möglich aber bitte die Treppe, statt des Aufzugs, benutzen.
Falls Sie in einem abgeschlossenen Raum Ihren Arbeitsplatz haben, könnten auch Yoga-Übungen, Stretching oder autogenes Training sehr hilfreich sein. Auch „Traumreisen“ bei Entspannungsmusik sind hilfreich. Dabei sollten Sie sich aber vor den Blicken Ihrer Kolleginnen und Kollegen abschotten, denn es gibt immer welche, die so etwas lächerlich finden und mit anderen abschätzig darüber lästern.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 2. August 2010 um 13:24 und abgelegt unter Erfolge verursachen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


