Samstag 3. April 2010 von Jürgen Gräbel
Wer schlank bleiben oder werden will, hat zwei Möglichkeiten. Er muss entweder mehr Energien verbrauchen, als er zu sich nimmt, oder, der Energieverbrauch muss systematisch gesteigert werden.
Eine Untersuchung der Harvard Medical School in Boston hat ergeben, dass Menschen, die bereits Normalgewicht haben und täglich eine Stunde Sport betreiben, keine Gewichtsprobleme bekommen.
Ha, Ha, werden Sie jetzt sagen. Das wusste ich auch schon vorher, dafür brauche ich nicht erst nach Harvard, in die USA, zu gehen. Zumal, für übergewichtige Personen wurde die Feststellung getroffen, dass die beschriebene sportliche Betätigung allein nicht ausreicht, um abzunehmen.
Hinzu kommt, wer hält es schon durch, jeden Tag eine Stunde Sport zu betreiben?
Wem es also ernst ist, sein Körpergewicht auf ein gesundes Maß zu reduzieren, und wer möchte, dass er bis ins hohe Alter fit bleibt, der muss beides machen: Sport und weniger essen.
Denn, wie bereits Albert Einstein, in einem anderen Zusammenhang, aber dennoch auch hier passend, sagte, grenze es an Schwachsinn, wenn man glaube, es würde sich etwas verändern, wenn man alles beim Alten beläßt.
Unser Hausarzt sagte mir in diesem Zusammenhang einmal, dass der wichtigste Muskel im Alter, der Hintern ist. Er sagte allerdings „Ar…“.
Im Klartext: Wir brauchen die Gesäßmuskeln, um auf zu stehen, und uns bewegen zu können. Vielen Untrainierten fällt das im Alter immer schwerer.
Ernährungsumstellung für die gesamte Familie
Wer also sein Körpergewicht reduzieren und seine Beweglichkeit bis ins Alter erhalten will, der muss seine Ernährung langfristig umstellen und gewisse sportliche Trainingseinheiten pro Woche durchhalten.
Es reicht nämlich nicht aus, „mal eine Diät“ zu machen. Gesund wird oder bleibt nur derjenige, der dauerhaft auf seine regelmäßige Bewegung und seine Energiebilanz achtet.
Viele „geübte Abnehmpraktiker“ haben über viele Jahre die Erfahrung gemacht, dass sie die unterschiedlichen Modediäten nicht weiter gebracht, sondern nur breiter gemacht, haben.
Als wichtige Voraussetzung für das Gelingen ihrer Ernährungsumstellung und ihr Durchhalten beim Sport, gaben meine Seminarteilnehmer allesamt an, dass sie das Programm gemeinsam mit ihren Partnern, Partnerinnen bzw. ganzer Familie durchgeführt haben.
Von vielen habe ich immer wieder gehört, wie schwierig es ist, insbesondere für die Frauen, wenn sie für den Rest der Familie „normal“ und für sich selbst etwas Spezielles zum Essen vorbereiten müssen.
Wenn alle Personen im Haushalt hier an einem Strang ziehen, ist es wesentlich leichter. Andersherum erfordert es schon eine gehörige Portion Durchhaltevermögen, die allzu oft nicht dauerhaft aufgebracht wird.
Wenn die Ernährungsumstellung dann zur ständigen Gewohnheit wird, und die jeweilige Methode an den eigenen Geschmack angepasst ist, werden selbst Gäste mit dieser „neuen Ernährungsform“ bewirtet.
Nun gibt es sicherlich eine große Anzahl von Ernährungsformen. Wenn jedoch jemand auf Dauer sein Gewicht reduzieren möchte, muss er sich eine auswählen, die er auf Dauer in sein Leben integrieren kann. Hinzu kommt, dass auch nicht jede Form in den Lebensablauf eines Jeden passt. Da hilft nur ausprobieren.
Nur dann kann auch von einem dauerhaften Erfolg ausgegangen werden.
Von irgendwelchen “Wundermittelchen”, die ein rasches Abnehmen versprechen, halte ich gar nichts. Die Natur liefert in ausreichendem Maße Lebensmittel-Alternativen, die auf natürliche und gesunde Art und Weise das Ziel erreichen helfen.
Buchempfehlungen:
Weight-Watchers
Trennkost
Kalorientabellen
Abnahme durch Sport Bewegung
Was die Bewegung anbelangt, so sind drei Trainingseinheiten in der Woche, die jeweils länger als eine halbe Stunde andauern sollten, zu empfehlen. Erst nach 20 bis 30 Minuten beginnt nämlich der Fettabbau. Das ist, je nach beruflicher Auslastung, morgens vor der Arbeit oder abends möglich.
(Der Autor selbst praktiziert es morgens, denn am Abend, so die Erfahrung, kommt ihm häufig etwas dazwischen.)
Beim Sport helfen sich die Familienmitglieder oder auch Freunde, ebenfalls gegenseitig. Das ist oftmals auch sehr hilfreich, wenn es darum geht, sich bei jedem Wetter aufzuraffen, und die „innere Widerstände“ zu überwinden.
Da zieht einer den anderen mit.
Buchempfehlungen:
Partnerschaftliches Krafttraining
Nordic Walking
Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Meinung zu diesem Thema hier als Kommentar auch Anderen zugänglich machen. Danke
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