Ich breche eine Lanze für Multilevel-Marketing (MLM)
Dienstag 12. April 2011 von Jürgen Gräbel
In den letzten Wochen habe ich sehr häufig mit Menschen gesprochen, die dem Thema Selbständigkeit und dem Networkmarketing über Multilevel-Marketing Unternehmen (MLM), sehr skeptisch gegenüberstanden.
Gerne möchte ich diesen Artikel nutzen, um eine Lanze für diese Vertriebsform zu brechen, denn ich halte sie für eine der wenigen Möglichkeiten, sich mit verhältnismäßig geringen Mitteln, eine äußerst lukrative neben- oder hauptberufliche Existenz aufzubauen.
Vorwegnehmen möchte ich zunächst, dass ich bisher noch keinen erfolgreichen Mitarbeiter eines solchen Multilevel-Marketing Unternehmens kennengelernt habe, der sich beschwert oder diese Unternehmensform kritisiert hat. Es kritisieren nur solche Persönlichkeiten diese Unternehmen, die es nicht geschafft haben, im gewünschten Maße erfolgreich zu werden. Woran liegt das?
Ich habe in jungen Jahren für einige Zeit bei einer Bausparkasse im Außendienst gearbeitet und dabei viele erfolgreiche und auch viele Kolleginnen und Kollegen erlebt, die scheiterten. Würde jemand auf die Idee kommen, die Bausparkassen als unseriös zu bezeichnen?
Andererseits habe ich auch während meiner Angestelltentätigkeit Leute gesehen, die die Probezeit im Unternehmen nicht „überlebt“ haben. Ihnen wurde wegen Unfähigkeit gekündigt oder sie zogen selbst die Reißleine.
Es ist also völlig normal, dass jemand einen beruflichen Weg einschlägt, in dem er scheitern kann. Ebenso ist es auch völlig normal, dass andere Menschen, die sich derselben Aufgabe stellen, sehr erfolgreich werden.
Es liegt also immer an den Menschen und nicht an den Systemen.
Wie groß ist die Zielgruppe?
Allerdings gibt es auch Unterschiede bei Multilevel-Marketing Unternehmen, die in den Produkten begründet liegen, die es zu verkaufen gilt. Wenn ich beispielsweise daran denke, dass Schokoladen- oder Kaffeeprodukte verkauft werden, dann fehlt mir die Vorstellung, dass der Markt dafür sehr groß sein kann. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die entsprechenden Produkte von sehr hoher Qualität sind, jedoch wie viele Menschen kommen dafür infrage? Beschränkt sich dadurch nicht die Anzahl der Abnehmer größtenteils nur auf die Vertriebspartner?
Ich denke, bei der Auswahl des Unternehmens sollte man immer auch darauf achten, dass man sich in einem großen Markt bewegt.
Wie erklärungsbedürftig ist das Produkt?
Eine weitere Klippe ist meines Erachtens die Erklärungsbedürftigkeit der Produkte. Wenn potentielle Kunden immer erst von der Wirksamkeit eines Produktes oder einer neuartigen Technik überzeugt werden müssen, und diese von einem Laien nur schwer nachzuvollziehen ist, wird man immer auf Skepsis treffen. Ich kenne solche Produkte, deren Wirksamkeit, selbst von Fachleuten, in Frage gestellt wird. Selbst so genannte Referenzen von angeblich zufriedenen Kunden, helfen oft nicht weiter. Da wird auch der Glaube keine Berge versetzen.
Wenn es sich allerdings um bekannte Markenprodukte handelt, die über ein Multilevel-Marketing Unternehmen vertrieben werden, hat man diese Probleme nicht. Dann zählt Bequemlichkeit beim Einkauf und der Preis.
Welche Gründe liegen oftmals in den Menschen, die scheitern?
Viele Networker, die sich zum ersten Mal für ein MLM-Unternehmen engagieren, gehen meines Erachtens von völlig falschen Voraussetzungen aus. Sie glauben blindlinks den oft überzogenen Versprechungen ihrer Sponsoren und gehen davon aus, dass sich der finanzielle Erfolg leicht und schnell einstellt.
Anders ausgedrückt, sie überschätzen das, was kurzfristig möglich ist und unterschätzen das, was sich langfristig entwickeln lässt.
Ein Beispiel: Was glauben Sie, wie entwickelt sich eine MLM-Organisation, wenn ein Vertriebspartner pro Monat einen neuen aktiven Partner gewinnt und dieser wiederum auch nur einen aktiven Partner pro Monat für die Organisation hinzugewinnt usw.?
- Monat = 2
- Monat = 4
- Monat = 8
- Monat = 16
- Monat = 32
- Monat = 64
- Monat = 128
- Monat = 256
- Monat = 512
- Monat = 1.024
- Monat = 2.048
- Monat = 4.096
Es ist mir völlig egal, dass es sich dabei um eine theoretische Annahme handelt, ob jedes Teammitglied auch tatsächlich einen Vertriebspartner pro Monat sponsern kann. Da wird sicherlich der eine oder andere das Ziel nicht erreichen und auf der anderen Seite gibt es aber Persönlichkeiten, die mehr schaffen.
Selbst wenn nach 12 Monaten nur die Hälfte, also ca. 2.000 oder auch nur 500 Vertriebspartner dabei herauskommen, dann wäre das ein phantastisches Ergebnis und eine hervorragende Basis für eine selbständige Existenz.
Das relativiert für mich auch das Risiko einer selbständigen Tätigkeit.
Ganz ehrlich, ich bin lieber abhängig von einer größeren Anzahl von Vertriebspartnern, als von einem einzigen Chef. Wenn der ausfällt, stürzt oftmals alles zusammen.
Das Multilevel-Marketing ist für mich die sicherste Beschäftigungsform, da die Sicherheit von vielen Schultern getragen wird.
Diese Unternehmensform versetzt jeden in die Lage, ohne großartige Investitionen, sich eine schier unbegrenzte Anzahl von Vertriebspartnern in seine Organisation zu „holen“. Jeder zusätzliche Partner sichert dann das Einkommen in der Zukunft.
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