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Was kann man gegen Muskelkater tun?

Freitag 9. April 2010 von Jürgen Gräbel

Jeder kennt ihn, jeder hat ihn bereits gespürt. Da zwickt und zwackt es am Tag nach einer ungewohnten, sportlichen Betätigung oder anstrengenden Hausarbeit. Und das, obwohl man glaubt, doch eigentlich körperlich ziemlich fit zu sein.

Aber auch Geübte plagen diese Muskelschmerzen, wenn sie sich einmal in ungewohnter Weise bewegen.

Ist es denn generell so, dass Sporttreiben, aber auch ein anstrengender Hausputz etc., immer mit Muskelkater einher gehen müssen?

Namhafte Sportwissenschaftler der Sporthochschule Köln beantworten diese Frage mit einem eindeutigen: „Ja.“

Muskelkater ist eine ganz gewöhnliche Reaktion unseres Körpers auf eine anstrengende ungeübte Bewegung. Selbst austrainierte Langstreckenläufer können ihn bekommen, wenn sie beispielsweise, zum ersten Mal, an einem Volleyball-Turnier teilnehmen.
Ausschlaggebend ist, ob man zum ersten Mal oder nach langer Zeit, wieder einmal,  nachhaltig, ungeübte anstrengende Bewegungen durchführt.

Ausschlaggebend dafür sind so genannte exzentrische Bewegungen. Darunter versteht man z.B. das abrupte Abstoppen auf festen Untergründen, wie man sie auf Hallenböden oder Straßenbelägen vorfindet. So löst zum Beispiel eine Bergwanderung beim Anstieg kaum Probleme aus, während der Abstieg, mit seinen permanenten Abbremsbelastungen, den unangenehmen Muskelkater verursacht.

Und was kann man dagegen tun?
Im Grunde genommen hat die Sportmedizin bis heute darauf noch keine befriedigende Antwort gefunden.
Muskelkater zeigt sich in der Regel nach ca. 12 bis 24 Stunden und dauert, je nach Intensität, 2 bis 4 Tage. Länger als 4 Tage dauert er in der Regel nie.

Zwar werden von vielen Sportlern nach ihren Anstrengungen gerne heiße Wannenbäder oder Massagen in Anspruch genommen, jedoch ist ihre positive Wirkung ebenso wenig wissenschaftlich bewiesen, wie die beliebten Dehnübungen vor oder nach der Belastung. Wahrscheinlich versetzt der Glaube, bei denen, die sich danach besser fühlen, Berge.

Auch der Glaube, am nächsten Tag mit den Bewegungen weiter zu machen, die den Muskelkater ausgelöst haben, ist nicht hilfreich.
Im Grunde genommen ist davon sogar abzuraten, denn der Muskelkater ist, bei allen negativen Auswirkungen, auch eine sinnvolle Schutzreaktion unseres Körpers. Die Muskeln verlangen nach Ruhe, um sich zu regenerieren und die sollte man ihnen auch, für die schon erwähnten 2 bis 4 Tage, gönnen.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 9. April 2010 um 16:56 und abgelegt unter Allgemein, Probleme und Schwierigkeiten. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Ein Kommentar über “Was kann man gegen Muskelkater tun?”

  1. Markus Dan schrieb:

    Es gab mal eine Theorie, wonach Muskelkater eine Übersäuerung der Muskel sei.
    Mittlerweile ist man sich einig, dass es Mikro-Muskelfaserrisse sind.
    Weiße Blutkörperchen sorgen für die Reparatur, die Mikrorisse heilen daher am schnellsten aus, die betroffene Stelle ordentlich mit Blut versorgt wird… also genau die Bewegung noch einmal machen, die es hervorgerufen hat…
    Ein starker Muskelkater kann ja mehrere Tage dauern, wenn man sich jedoch sofort wieder zu bewegen beginnt verschwindet selbst der stärkste nach 2-3 Tagen.

    Ist natürlich auch die anstrengendste Version, Ruhen ist leichter, dauert aber auch länger… ;-)

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